Wir schauen auf die Natur!

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Lesedauer: 2 min

Unter dem Motto „Wir schauen auf die Natur“ setzten Schülerinnen und Schüler aus 15 Schulen des Bezirks Freistadt gemeinsam mit der KLAR! Freistadt sogenannte KLAR!-Hecken am Schulgelände. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf Pflanzen sichtbar zu machen.

Pflanzen im Klimawandel

Besonders im Frühling und Sommer hat die Temperatur großen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Pflanzenentwicklung. Eine Temperaturzunahme um bereits 1 °C lässt viele Frühlingsphasen wie die Blüte um eine Woche früher einsetzen. Die „Phänologie“ untersucht genau diese Zusammenhänge zwischen der Entwicklung von Pflanzen und Tieren im Jahresverlauf und der Witterung bzw. dem Klima, denn Pflanzen wirken als sehr empfindliche Messinstrumente der bodennahen Atmosphäre. Sie stellen also einen Naturkalender dar. Man kann nie genau sagen, wann die Natur durchstartet, aber dass der Vorfrühling durch die Haselblüte gekennzeichnet ist, der Frühsommer mit jener des Schwarzen Holunders beginnt und zu diesem Zeitpunkt sicher kein Apfelbaum mehr blühen wird, darauf kann man sich verlassen.

Durch den Klimawandel reagieren die Pflanzen mit zunehmend früherer Blüte oder Fruchtreife auf die „verrückte“ Temperaturentwicklung der letzten Jahre. Dies hat weitreichende Folgen für viele verschiedene Bereiche, wie etwa die Imkerei, Landwirtschaft oder auch für Allergiker*innen. Die KLAR!-Hecken, welche aus zehn Zeigerpflanzen bestehen, sollen die Auswirkungen des Klimawandels für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger sichtbar und begreifbar machen. Jede KLAR!-Hecke ist mit passenden Infotafeln ausgestattet, sodass jeder „auf die Natur schauen kann“. Die Beobachtungen können anschließend in die App „Naturkalender“ eingetragen werden. Das Dokumentieren von verschiedenen Entwicklungsstadien, wie etwa von Blühzeitpunkten, unterstützt nicht nur das eigene Naturverständnis, sondern hilft auch der Klimaforschung.