Mühlviertler Kernland

Die KEM Mühlviertler Kernland wurde mit Beginn 2022 durch die Aufteilung der bisherigen KEM Freistadt ins Leben gerufen. Als eine von derzeit 105 Klima- und Energiemodellregionen (KEM) zielt sie darauf ab, gemeinsam mit den Gemeinden vielfältige Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz umzusetzen. Der Energiebezirk Freistadt ist bereits seit 2010 Klima- und Energiemodellregion und befindet sich in der vierten Weiterführungsphase, welche bis Ende 2025 läuft.

Ziele

  • Stärkung des Bewusstseins in der Bevölkerung zu Energiewende, Energieeffizienz und Klimaschutz
  • Nutzung der regionalen Energieträger gemäß den ermittelten Potentialen
  • Setzen von Initiativen in den Bereichen erneuerbarer Energie, Mobilität und nachhaltiger Lebensstil
  • Vernetzung aller regionalen Akteur*innen für eine ganzheitliche nachhaltige Entwicklung (Gemeinden, Bürger*innen und Wirtschaft)
  • Kooperation mit werteverbundenen Organisationen
  • Schaffung von Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung der Bürger*innen

Bereits durchgeführte Maßnahmen

  • Entwicklung, Aufbau und Betrieb des E-Carsharings „Mühlferdl“ mit 15 bereitgestellten Autos
  • Entwicklung und Aufbau des größten Sonnenkraftwerks Österreichs „Helios Sonnenstrom GmbH“ mit über 15 MW installierter PV-Leistung und Finanzierung über ein Bürger*innenbeteiligungsmodell
  • Unterstützung der KEM-Gemeinden bei der Realisierung von Ökoenergieprojekten
  • Mustersanierungen bei öffentlichen Gebäuden (z.B. MS Rainbach i.M.)
  • Aufbau eins flächendeckenden Netzwerks an Mitfahrbankerln – in Summe wurden 18 Mitfahrbankerl errichtet
  • Diverse Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung zu Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen

Schwerpunkte

Klimabildung

Die KEM wird das Verständnis über Klima- und Energiethemen einerseits in Volksschulen und andererseits in höheren Schulen im Rahmen von Klimatagen und Klimawochen schärfen. Es soll erreicht werden, dass die Kinder und Jugendlichen Klimaschutz in ihren Entscheidungen berücksichtigen.

Veranstaltungen

In dieser KEM Periode sollen zwei Klimasymposien mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen im Rahmen des ThinkTanks - dem Festival für regionale Vordenkerinnen - organisiert werden. Weiters wird ein Veranstaltungsprogramm rund um den Aufenthalt des "solarButterfly" (www.solarbutterfly.org) in der KEM geplant.

Raus aus Öl und Gas

Der Umstieg von fossil betriebene auf nachhaltige Heizsysteme wird durch gezielte Informationsveranstaltungen und Beratungsgespräche durch die KEM in der Region rasch und systematisch vorangetrieben.

Nachhaltige Mobilität

Durch menschenzentrierte Parkraumnutzung soll es gelingen, den motorisierten Individualverkehr in der KEM zu verringern und eine Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel voranzutreiben. Darüber hinaus sollen Aktionen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche die vielfältigen Formen einer nachhaltigen Mobilität aufzeigen und den Menschen in der Region näherbringen.

Aktualisierung des Umsetzungskonzeptes

Das Umsetzungskonzept soll in enger Abstimmung mit den Gemeinden die neue Zusammensetzung der KEM beschreiben, deren Potentiale im Bereich Klimaschutz, Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz aufzeigen und Zielsetzungen formulieren.

Öffentlichkeitsarbeit

Informationen und Neuigkeiten werden über unterschiedliche Medien wie Zeitung, Radio, Website, Newsletter, Instagram und Facebook verbreitet. Folge uns auf unseren Kanälen, um immer auf den neusten Stand zu sein.

Effiziente Gemeinden

Die Maßnahme widmet sich der Professionalisierung und dem konsequenten Betreiben einer Energiebuchhaltung sowie dem Umbau auf energieeffiziente Infrastruktur in den Gemeinden.

Kooperationen

Gemeinsam mit werteverbundenen Organisationen sollen themenspezifische Aktivitäten und Projekte umgesetzt werden. Darüber hinaus soll das KEM-Netzwerk weiter ausgebaut werden und als erste Anlaufstelle für klimarelevante Projekte wahrgenommen werden.

Holzverstromung

Die Möglichkeit Heizanlagen, die aktuell rein Wärme produzieren, auf die kombinierte Strom- und Wärmeproduktion nachzurüsten, besteht mittlerweile auch für Anlagen im kleinen Leistungsbereich. Dieses Potential soll genutzt und die Aufrüstung auf Holzverstromungsanlagen vorangetrieben werden.

Nachhaltige Beschaffung in Schulküchen

Schulküchen haben durch die Beschaffung von großen Mengen an Lebensmitteln einen wesentlichen Hebel zum Klimaschutz inne. Dieses Potential soll durch die Einführung eines „Klimatellers“ gezielt genutzt und dadurch Schritte in Richtung einer umweltfreundlichen und gesunden Schulverpflegung gesetzt werden.

Umsetzungskonzept für die Klima- und Energie-Modellregion Freistadt

Maßnahmenbeschreibung der Klima- und Energie-Modellregion Freistadt