Die Feuerwehr und der Klimawandel

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Lesedauer: 2 min

Zunehmende „Klimaeinsätze“ in den Einsatzstatistiken
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Region Freistadt durch zahlreiche Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen nicht nur deutlich spürbar, sondern auch in den Einsatzstatistiken der Bezirksfeuerwehr schwarz auf weiß sichtbar: Unwettereinsätze, von Trockenheit begünstigte Flurbrände oder der Transport von Trinkwasser nehmen deutlich zu. Alleine im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete der Bezirk Freistadt 470 Klimaeinsätze. Im selben Zeitraum waren es oberösterreichweit rund 7.500. In den Jahren 2018 und 2019 waren es im Bezirk Freistadt jeweils ca. 1.000 Einsätze im Jahr, in Oberösterreich 8.600 im Jahr 2018 bzw. 7.800 im Jahr 2019. Somit gibt es seit mehreren Jahren mehr Klimaeinsätze als Brandeinsätze. Es scheint daher klar, dass die Rolle der Feuerwehr als „Klimawehr“ bereits heute sehr wichtig ist und in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Neues Ausbildungsmodul
Damit speziell die Jungfeuerwehrleute diese Veränderungen richtig einordnen können und somit für zukünftige Gefährdungsszenarien gerüstet sind, arbeiten der Energiebezirk Freistadt und das Bezirksfeuerwehrkommando Freistadt seit Sommer 2020 zusammen. Als Ergebnis entstanden die zwei aufeinander aufbauende Lernhefte „Die Feuerwehr und der Klimawandel“. Diese neuen Ausbildungsmodule werden in den bestehenden Wissenstest Silber und Gold integriert.

Die Inhalte des Ausbildungsmoduls werden in Form von Multiplikatorenschulungen vermittelt. Am 9. November 2021 (Unterweißenbach) bzw. am 15. November 2021 (Summerau) finden diesbezügliche Schulungen für die Jugendbetreuer*innen im Bezirk Freistadt statt. Eingeladen sind auch die Feuerwehrkommandanten, da weitere Kooperationen auch für den Aktivbereich geplant sind.