Im Zuge der Aktion „Blühende Alm“ der KLAR! Mühlviertler Alm war die KLAR! heuer Teil der Gartenroas 2026 in Bad Zell. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was macht einen Garten klimafit – und was hat der Schwalbenschwanz damit zu tun?
Bereits im Vorfeld wurden in allen beteiligten Gärten ausgewählte Futterpflanzen für die Raupen des Schwalbenschwanzes verteilt. Dazu zählen Doldenblütler, wie der Dill, Fenchel, Petersilie und Liebstöckl. Am Veranstaltungstag wurden diese Pflanzstellen mit eigens gestalteten Informationsschildern gekennzeichnet. Die Schilder erklärten anschaulich den Lebenskreislauf des Schwalbenschwanzes – vom Ei über die Raupe und Puppe bis zum fertigen Falter – und zeigten, welche Gartenstrukturen dieser besondere Schmetterling in den einzelnen Entwicklungsstadien braucht.
Der Schwalbenschwanz steht dabei stellvertretend für viele Insekten und Bestäuber, die auf naturnahe, vielfältige und blühende Lebensräume angewiesen sind. Ein klimafitter Garten hält Wasser im Boden, schützt vor Hitze, bietet Nahrung über viele Monate und schafft Rückzugsräume für Tiere. Genau solche Gärten leisten einen wichtigen Beitrag zu Artenschutz, Klimawandelanpassung und Lebensqualität.
Neben den gekennzeichneten Pflanzstellen gab es bei der Gartenroas auch einen Informationsstand der KLAR!. Die KLAR!-Managerin war direkt vor Ort und stand den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Ausgestattet mit zwei Schmetterlingsschaukästen des Naturpark Mühlviertel, einem bunten Strauß an Informationsbroschüren und dem Klima-Quizrad des Klimabündnis OÖ konnten die Gäste ihr Wissen rund um bodenfreundliches, bienenfreundliches und klimafittes Garteln auffrischen und zugleich ihr Klimawissen spielerisch testen. Auch spannende Informationen zum Schwalbenschwanz kamen dabei nicht zu kurz.
Die Gartenroas bot damit den idealen Rahmen, um zu zeigen: Schon kleine Maßnahmen im eigenen Garten können viel bewirken. Wer heimische Blühpflanzen setzt, Raupenfutterpflanzen zulässt, den Boden bedeckt hält, Wasser speichert, wilde Ecken stehen lässt und auf chemisch-synthetische Spritzmittel verzichtet, schafft wertvolle Lebensräume für Falter, Wildbienen und viele weitere Gartenbewohner. So wurde die Gartenroas 2026 nicht nur zu einer Reise durch schöne Bad Zeller Gärten, sondern auch zu einer Einladung, den eigenen Garten als kleinen Klimaraum und lebendigen Beitrag zur „Blühenden Alm“ zu entdecken.
Ein herzlicher Glückwunsch gilt den Veranstalter der Gartenroas zur gelungenen Veranstaltung. Ein großes Dankeschön geht außerdem an alle Gartenbesitzer für die aktive Kooperation und dafür, dass sie ihre Gärten als Orte der Begegnung, Inspiration und blühenden Vielfalt geöffnet haben.