Die Leaderregion Mühlviertler Alm lud am 27. März 2026 zum ersten Holzbausymposium in den Gasthof zur Post nach Weitersfelden. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Architektur, Bildung sowie Land- und Forstwirtschaft folgten der Einladung, um über die Chancen des Holzbaus als regionalen und nachhaltigen Baustoff zu diskutieren. Das Symposium fand im Rahmen des LEADER-Projekts „Holz: regional & genial“ statt und knüpfte an die Vorarbeiten der KEM Mühlviertler Alm zur Netzwerkbildung in der Holzwirtschaft an.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie sich die regionale Wertschöpfung rund um den heimischen Rohstoff Holz weiter stärken lässt. Die Vision dahinter ist klar: Holz aus der Region soll auch in der Region verarbeitet und verbaut werden.Ein besonderer Höhepunkt war die Keynote von Holzbau-Experte Dr. Matthias Ammann, der als verbindendes Element auch beide Dialogforen begleitete. Er zeigte anhand erfolgreicher Entwicklungen im Holzbau auf, welche Chancen sich daraus speziell für ländliche Regionen ergeben. Entscheidend sind gut funktionierende Netzwerke, kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, gezielte Fachkräfteförderung und die enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Im ersten Dialogforum „Bildung & Fachkräfte“ wurde diskutiert, wie der Holzbau langfristig über qualifizierte Fachkräfte abgesichert werden kann. Gemeinsam mit Dr. Matthias Ammann brachten Architekt DI Stefan Punz, Michaela Langegger Mst. als Vertreterin der Lehrlingsausbildung im Holzhandwerk sowie Sylvia Höbarth BEd als Direktorin und Vertreterin des Schulbereichs ihre Perspektiven ein. Im Mittelpunkt standen dabei durchlässige Bildungswege, die Verbindung von Praxis und akademischem Wissen, eine stärkere Berufsorientierung sowie die Frage, wie junge Menschen – insbesondere auch Mädchen – frühzeitig für Holzberufe begeistert werden können.
Das zweite Dialogforum „Vom Wald zum Bauwerk“ widmete sich der gesamten Wertschöpfungskette – von der Waldbewirtschaftung bis zum fertigen Bauwerk. Neben Dr. Matthias Ammann diskutierten Rudi Ortner als Vertreter der Holzindustrie, Bgm. Martin Moser als Stimme von Landwirtschaft und Regionalpolitik sowie DI Andreas Unterberger als Experte der regionalen Forstwirtschaft über Rohstoffsicherheit, Versorgung, Qualitätssicherung und die politischen Rahmenbedingungen für mehr Holz im öffentlichen Bau.
Holz in der Mühlviertler Alm ist weit mehr ist als ein traditioneller Baustoff. Es ist ein zentraler Zukunftsbaustein für regionale Identität, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stärke.
