Als eine von derzeit 95 Klima- und Energiemodellregionen (KEM) zielt die KEM Freistadt darauf ab, durch die Hebung des Informationsniveaus in Sachen Klimaschutz- und Energiethemen einen nachhaltigen Wandel herbeizuführen. BürgerInnen, UnternehmerInnen, Kommunen und MeinungsbildnerInnen sollen so auf unterschiedlichen Ebenen zu Verhaltensänderungen hin zu erneuerbaren Energieformen und nachhaltiger Mobilität bewegt werden. Der Energie Bezirk Freistadt ist bereits seit 2010 Klima- und Energiemodellregion und befindet sich derzeit in der dritten Weiterführungsphase, welche bis Ende 2021 läuft.

Ziele

  • Sichtbarmachung der Erfolge, die die Maßnahmen der KEM bereits gebracht haben
  • Fortführung der bestehenden Projekte wie Helios, „MühlFerdl“
  • Realisierung von neuen Vorzeigeprojekten für die Region und darüber hinaus
  • Sensibilisierung junger Menschen für Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen
  • Erhöhung des Alltagsradverkehrs und des E-Mobilitätsanteils in der KEM
  • Realisierung weiterer E-Carsharing-Projekte mit dem speziellen Fokus auf Wohnbauträger
  • Zusammenarbeit mit werteverbundenen Organisationen, um gemeinsam eine nachhaltigere Region zu gestalten

Bereits durchgeführte Maßnahmen

  • Aufbau von Energiegruppen in beinahe jeder Gemeinde der KEM
  • Etablierung eines Energiebewusstseins-Bildungsprogrammes für regionale EntscheidungsträgerInnen und BürgerInnen in der KEM sowie Erstellung von regelmäßig erscheinenden „Energieblicken“ in den Gemeinden
  • Durchführung von mehreren Symposien zu Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthemen im Rahmen des Zukunftsforums Windhaag
  • Errichtung und Betrieb des größten Sonnenkraftwerks Österreichs über das KEM-eigene Tochterunternehmen Helios Sonnenstrom GmbH und Finanzierung über ein Bürgerbeteiligungsmodell auf Darlehensbasis
  • Unterstützung der KEM-Gemeinden bei der Realisierung von Ökoenergieprojekten sowie Mustersanierungen bei öffentlichen Gebäuden
  • MühlFerdl– das E-Carsharing-Projekt im Mühlviertel mit bislang 12 bereitgestellten Autos

Maßnahmenpakete

Werteverbundene Organisationen

Nachhaltigkeitsthemen sollen gemeinsam mit werteverbundenen Menschen und Organisationen aus der Region in Form von Kooperationen bearbeitet werden.

Veranstaltungen

Die in der Region etablierten Formate wie Klimasymposium und Energieexkursionen sollen in bewährter Form fortgeführt werden. Das Symposium soll wieder ein Teil des „ThinkTank“ – Festival für Regionale VordenkerInnen im Jahr 2020 werden.

E-Carsharing bei Wohnbauträgern

Das E-Carsharing-Konzept „MühlFerdl“ soll auf Gebäude öffentlicher sowie privater Wohnbauträger umgesetzt werden. Weiters sollen Dörfer und Wohngemeinschaften bei der Selbstorganisation von E-Carsharing unterstützt werden.

Jobrad

Die bisher im Projekt Umsatteln getätigten Maßnahmen sollen intensiviert werden, um den Alltagsradverkehr attraktiver zu gestalten. Durch das Modell „Jobrad“ können regionale Fahrradhändler, teilnehmende Unternehmen, ArbeitnehmerInnen und natürlich die Umwelt profitieren.

Regionale Beschaffung in Großküchen

Die Versorgungssituation von öffentlichen Küchen der KEM Freistadt wird untersucht, da durch das Kochen großer Mengen ein großer Hebel zur ökologischen Beschaffung vorhanden ist und somit ein großes Potenzial zum Klimaschutz vorliegt.

Enzyklika „Laudato Si“

Basierend auf der Enzyklika soll in der Region auf vielen Ebenen eine Bewusstseinsbildung angestoßen werden. Dazu zählen unter anderem eine Beratungs- und Info Offensive in Kooperation mit Pfarren und pfarrlichen Organisationen.

Wohnen und Arbeiten 2.0

Das Kursprogramm soll das bewährte Konzept der „Hausbauseminare“ ersetzen. In Kooperation mit mehreren Institutionen, ArchitektInnen und interessierten Wohnbauträgern soll sich das Programm dem zukunftsorientierten Wohnen und Arbeiten in gemeinschaftlichen Räumen unter Berücksichtigung von flächensparendem und ressourcenschonendem Bauen sowie der Nutzung von Leerständen widmen.

Mobilitätsberatungen

Die in der letzten KEM-Phase durchgeführte E-Mobilitätsoffensive soll durch die Erstellung und Umsetzung konkreter Mobilitätskonzepte intensiviert bzw. umfassender gedacht werden. Dadurch sind konkrete Schritte zu einer nachhaltigen Mobilitätswende möglich.

Verknüpfung öffentlicher- & Individualverkehr

Durch das Zusammenwirken mehrere Kräfte soll es gelingen, Angebotslücken zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, soweit es im Einflussbereich der KEM liegt, zu schließen bzw. zu ergänzen. Dazu zählt auch, aktiv Alternativen zum Individualverkehr zu schaffen.

Öffentlichkeitsarbeit

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